Hundenamen

Die Deutschen sind eine hundefreundliche Nation. Hunde genießen hierzulande eine große Sympathie - sicherlich nicht zuletzt weil der Hund als bester Freund des Menschen gilt. Dennoch ist die Hundedichte im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eher gering. Statistisch betrachtet leben in Deutschland ungefähr 5 Millionen Hunde. Das entspricht in etwa 9 Prozent aller Haushalte. In Frankreich hingegen leben in über einem Drittel aller Haushalte Hunde. Nichts desto trotz finden in Deutschland Jahr für Jahr ca. 500.000 Hundewelpen ein neues zu Hause. Da ist die Frage nach einem geeigneten Namen für den Vierbeiner nicht weit.

Die neuesten Hundenamen

Rufes

Rufes ist ein männlicher Hundename.

Katzenschreck

Katzenschreck ist ein männlicher Hundename.

Sury

Sury ist ein weiblicher Hundename.
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Hundename vom Züchter

Nicht selten sorgen Hundenamen vom Züchter für Verwunderung bei den zukünftigen Hundebesitzern, da die Vergabe der Namen nach einem bestimmten Prinzip erfolgt, das im Rahmen der Zuchtordnung in den meisten Hundeverbänden vorgesehen wird. Dieses Vergabeprinzip mag auf den ersten Blick verwirrend erscheinen - ist es aber nicht. Es baut in der Regel auf dem Zwingernamen und der Anzahl der Würfe auf. Um es auf den Punkt zu bringen: die meisten Züchter haben einen eigenen Zwingernamen, den alle dort geborenen Welpen erhalten. Er ist vergleichbar mit unserem Nachnamen. Zudem erhalten die Tiere einen "Vornamen". Der Anfangsbuchstabe ist dabei stellvertretend für die Anzahl der Würfe im Zwinger. Heißt ein Hund "Herkules", so entstammt er dem 8. Wurf (der H-Wurf) eines Züchters. Der erste Wurf war der "A-Wurf", der zweite der "B-Wurf" usw. Sämtliche Welpennamen dieses 8. Wurfes beginnen dann mit einem "H". Dadurch kann sich der zukünftige Hundehalter schnell einen Überblick über die Erfahrung eines Hundezüchters machen.

Korrekter Weise erhält Herkules aber noch den besagten "Nachnamen" - z. B. Herkules vom Sonnenhügel. In diesem Fall hat der Züchter seinen Zwinger "Sonnenhügel" getauft. Diese wohlklingenden Namen sind im alltäglichen Gebrauch natürlich wenig vorteilhaft, weshalb die Suche nach einem geeigneten Hundenamen für den geliebten Vierbeiner beginnt.

Den richtigen Hundenamen aussuchen - so geht's!

Wer seinen neuen besten Freund vom Züchter oder Tierheim in Empfang nimmt, möchte ihn oder sie natürlich gleich namentlich begrüßen. Und das macht auch Sinn, denn der Hund muss sich schon möglichst früh an den Klang seines Namens gewöhnen. Umso wichtiger ist es also, die schwierige Entscheidung der Namensfindung schon getroffen zu haben, bevor das Tier eintrifft.

Bello oder Hasso als Klassiker

Widmen wir uns zuerst dem Klassiker. Warum ist Bello eigentlich so ein typischer Hundename? Abgesehen von der Anlehnung an das Wort bellen und einer gewissen Lautmalerei im Klang ist der Name insofern praktisch, da er zweisilbig ist. Wer seinen Hund beim Namen ruft, tut dies am angenehmsten, wenn der Name zwei Silben hat. Mehrsilbige Namen verlieren sich leicht in den oft mehreren Hundert Metern Luftlinie zwischen Hund und Herrchen ("Alexander-Rüdiger, hier!"). Zweisilbige Rufnamen können angenehm in der absteigenden Terz gerufen werden, die beim Vierbeiner auch besonders guten Anklang findet und dem Rufenden ganz natürlich von den Lippen geht ("Bel-lo! Has-so! Fi-fi!").

Rex gegen Fiffi

Speziell große Hunde vertragen auch einen einsilbigen Namen, Rex wäre also für den Pinscher ungeeignet oder höchstens mit Ironie zu verstehen. Einsilbige, kurze Kommandos verursachen beim Hund eine Hab-Acht-Haltung, da meist ein Befehl dahinter steht ("Sitz! Aus! Fass!"). Wer nach "Rex" ruft, kommuniziert an den Namensinhaber also einen Befehlston. Im Gegensatz dazu reagieren Hunde auf die Endung -i freudig und positiv. Ein Hund der also namentlich und daher öfter mit Fiffi, Susi oder Lumpi angesprochen wird, kann unter Umständen sogar einen freundlicheren Charakter ausprägen, als der eher reservierte Rex, Max oder Fox.

Trends bei Hundenamen sind Menschennamen

Die bislang verwendeten Beispiele wurden aus Anschauungsgründen gewählt, um die Wirkung verschiedener Namen zu demonstrieren. Natürlich bedarf es schon einer gewissen Überzeugung, um seinen Vierbeiner ernsthaft Bello oder Fiffi zu nennen. Die neuesten Einträge in einschlägigen Namensregistern für Haustiere zeigen, dass menschliche Namen in der Mode sind. Udo, Anton und Elfi heißen heutzutage nicht mehr unsere Onkel und Tanten (die heißen nämlich Sven, Mike und Jenny), sondern unsere Hunde. Kritiker mögen darin eine Vermenschlichung des Tieres erkennen und die Vereinsamung des Menschen heraufbeschwören, die Realität bildet aber vielmehr humorvolle Hundebesitzer ab, die ihre Liebsten nicht mit idiotischen Comic-Namen belästigen wollen. Viel Spaß bei der Entscheidung!

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